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San Bartolo
In der Via San Matteo, hinter dem Palazzo della Cancelleria befindet sich die romanische Kirche San Bartolo, dem Lokalheiligen geweiht, der 1299 starb, weil er den Leprakranken im Seuchenspital von Cellole beistand, und dem später auch eine berühmte Kapelle in der Kirche Sant'Agostino geweiht wurde. Eine elegante Reihung von Blendbogen, die auf Halbsäulen ruhen und zwei unterschiedlich große Ordnungen bilden, gliedern die Backsteinfassade von 1173.
Der Portalsturz ist mit dem charakteristischen griechischen Kreuz der Johanniter, die später im Malteserorden aufgingen, geschmückt. Im 11. und 12. Jahrhundert, als sich der Ortsteil, in dem sie sich befindet, in den Norden außerhalb des ersten Mauerrings ausbreitete, war die Kirche noch San Matteo geweiht. Auf diese Weise und aus diesem Grund gab sie, genauso wie die heutige Kirche San Francesco im Südteil der Stadt, die damals noch San Giovanni hieß, dem Ortsteil, dem sie angehörte, ihren Namen.
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Sant’Agostino
Die Kirche ist in einem Stil gebaut, der an die Gotik erinnert. Am Ende des weiten einschiffigen Raums erhebt sich das Presbyterium, zu dem sich der Chor und zwei Seitenkapellen öffnen. Die Kirche Sant'Agostino ist äußerst reich an Kunstwerken von großer Schönheit. Beim Eintreten fällt der Blick auf den Altar des Heiligen Vincenzo mit einem Tafelbild aus dem Jahre 1494 von Francesco Fiorentino. Das Pietà-Fresko über dem Altarbild ist ein Werk von Vincenzo Tamagni. Im hinteren Teil der Kirche sticht die Kapelle des Heiligen Bartolo mit einem Marmoraltar von Benedetto da Maiano hervor. Auf dem Rundgang durch die Kirche beachte man die von Bartolo di Fredi gemalte Pietà und den Altar des Heiligen Niccolò da Tolentino, der 1529 von Vincenzo Tamagni mit Fresken ausgemalt wurde. Auf dem Weg hinauf zum Hauptaltar blickt man auf das dort thronende Tafelbild von Piero del Pollaiolo, auf die Krönung der Heiligen Jungfrau, aus dem Jahr 1483. Rechts hinter dem Hauptaltar befindet sich die von Bartolo di Fredi mit Fresken ausgemalte Geburtskapelle. Das Altarbild ist dagegen ein Werk von Vincenzo Tamagni. In dem Chor neben der Kapelle sieht man den wundervollen Freskenzyklus von Benozzo Bozzoli, an dem der Maler drei Jahre lang, von 1463 bis 1465, gearbeitet hat, und der das Leben des Heiligen Augustinus schildert. Es ist ein Freskenzyklus von wirklich einzigartiger Schönheit, genauso einzigartig wie die dem Heiligen geweihte Kirche. Vom Chor aus betritt man die zweite Seitenkapelle und von dort kehrt man zurück ins Presbyterium, in dem man auf der rechten Seite ein Fresko von Sebastiano Mainardi mit einer Darstellung des Heiligen Gimignano sieht. Wenn man weiter geht, stößt man auf den Altar der Gnadenmadonna, der gerahmt ist von einem Fresko von Lippo Memmi aus dem Jahr 1330. Die Kirchenkanzel ist 1524 entstanden; die Bemalungen stammen von Vincenzo Tamagni. Nach der Kanzel erblickt man schließlich den 1464 von Benozzo Bozzoli gemalten Heiligen Sebastian. Man sollte nicht fortgehen, ohne vorher den bezaubernden, stillen Kreuzgang der Kirche besichtigt zu haben.
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San Pietro in Forliano
An der zauberhaften Piazza Sant'Agostino liegt auch die kleine Kirche San Pietro, im Volksmund San Piero genannt, eine der ältesten Kirchen von San Gimignano (12. Jahrhundert). Ihre einfache Backsteinfassade wird nur durch Terracotta-Konsolen im Gesims und durch ein schlichtes Rundfenster über dem Eingangsportal aufgelockert. Zu ihr hinauf führen vier große Steinstufen. Das kleine, romanische Gebäude zeigt im Inneren ein einziges Schiff mit erhöhtem Presbyterium, eine Holzbalkendecke und zahlreiche Fresken aus der Entstehungszeit wie das Fresko "Madonna mit dem Jesuskind zwischen den Heiligen Petrus und Johannes dem Täufer", in dem viele ein Werk des Lippo Memmi erkennen. Auf dem Hauptaltar steht ein 1531 gemaltes Tafelbild, das der Florentiner Schule zugeschrieben wird.
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San Girolamo
Kurz vor der Templerkirche San Jacopo, noch in der Via Folgore da San Gimignano, befindet sich neben dem Benediktinerinnenkloster der Klausurnonnen die kleine Kirche San Girolamo. Im Kirchenschiff steht das Gitter, das den Klausurteil abschließt, und der Altar mit einem schönen Tafelbild von Vincenzo Tamagni, das die thronende Madonna mit Kind und die Heiligen Giovanni Gualberto, Benedikt, Johannes den Täufer und Hieronymus darstellt. Im Inneren des Klosters, das nicht besichtigt werden kann, sind Fresken der Florentiner Schule aus dem 16. Jahrhundert erhalten..
Die Ruine von San Francesco
Die Überreste der alten Kirche des Franziskanerklosters befinden sich auf der rechten Seite der Via San Giovanni. Eingeschlossen zwischen zwei Backsteingebäuden präsentiert sich die schöne Fassade in weißem Travertin, die von dunklen Zierbändern aus Serpentin, die an den Pisaner Stil erinnern, horizontal durchlaufen wird. Über dem Portal erhebt sich ein doppelter Bogen mit dem Symbol des Johanniterordens. Diese Fassade lässt erahnen, von welch strenger Schönheit die Kirche war, die zwar im Besitz des Franziskanerordens ist, vorher aber eine Mutterkirche jenes reichen Ordens war, dessen Soldatenmönche die Aufgabe hatten, das Heilige Grab zu verteidigen. Sie diente auch der Unterkunft von Pilgern und Wanderern auf der Frankenstraße.
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