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Geschichte

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San Gimignano entstand um das 3. Jahrhundert v. Chr. herum als kleines etruskisches Dorf auf einem Hügel, der sich über das obere Elsa-Tal erhebt.


Die eigentliche Entwicklung zur Stadt mit einer urbanen Struktur begann aber erst um das 10. Jahrhundert herum, in der Zeit, als der Ort vom heiligen Bischof von Modena (San Gimignano) seinen Namen erhielt, der – so wird erzählt – das Dorf vor der Besetzung durch Attila beschützt haben soll. San Gimignano machte während des Mittelalters eine rasante Entwicklung durch, die es dem Handel mit ausgezeichneten Agrarprodukten (Safran und Vernaccia), der durch die Frankenstraße, die den Ort vom Süden in den Norden durchzog, und die zahlreichen Salzstraßen begünstigt war, verdankte. Im Jahr 1199, auf dem Höhepunkt seines wirtschaftlichen Glanzes, gewann der Ort seine Unabhängigkeit von den Bischöfen von Volterra, denen es bis dato unterworfen war, und wurde eine vollgültige Kommune.


In jener Zeit schmückte sich San Gimignano mit Kunstwerken und eindrucksvoller Architektur. 1300 hatte die Kommune sogar die Ehre, den Dichter Dante Alighieri als Abgesandten der toskanischen Guelfenliga zu beherbergen. Der Glanz der Stadt dauerte bis 1348, als sie sich aufgrund der Schwarzen Pest, die ganz Europa heimsuchte, und der darauf folgenden Hungersnöte, Florenz geschlagen geben musste. San Gimignano erlitt eine Zeit des Verfalls und der Bedeutungslosigkeit, doch im 19. Jahrhundert kehrte es unwiderstehlich in das Blickfeld der Welt zurück.